ASEAN-Umbruch, Übernahmen und neue Hardware prägen Digital Signage im Jahr 2026

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Die Digital-Signage-Branche durchläuft eine Phase des raschen Wandels, angetrieben durch sich verändernde Wettbewerbsdynamiken in Asien, eine Konsolidierungswelle in Europa und neue Hardware-Innovationen etablierter Akteure. Das Zusammentreffen dieser Trends definiert neu, was Integratoren und Endnutzer vom Markt erwarten können.

Auf der Infocomm Asia in Bangkok war das Fehlen traditioneller Schwergewichte wie Samsung und LG auffällig. An ihrer Stelle erregten die chinesischen Hersteller Skyworth und BOE mit unerwartet tiefen Portfolios Aufmerksamkeit. Skyworth stellte LCD-Displays von 22 bis 98 Zoll vor, sowie Videowalls, Kiosksysteme und zwei proprietäre Content-Management-Plattformen – eine Breite, die nun mit etablierten Signage-Anbietern konkurriert. BOE drängte mit einem knapp 32 Zoll großen Display in das ePaper-Segment und brachte papierähnliche Bildschirme fest in den Mainstream-Signage-Bereich, und zeigte zudem ein verfeinertes 32-Zoll-Slim-Line-Gerät mit außergewöhnlichem Industriedesign, schmalen Rahmen und geringer Einbautiefe. Die Botschaft ist unmissverständlich: Chinesische Wettbewerber schließen die Qualitäts- und Technologielücke, und der Kampf um den ASEAN-Raum verschärft sich.

An der Hardware-Front hat Epson mit einer aufgefrischten Laser-Display-Reihe bestehend aus zehn neuen PowerLite- und BrightLink-Projektoren kontert. Die Reihe umfasst Modelle mit Standardwurfweite, extrem kurzem Wurfweitenverhältnis und tragbare Modelle, die alle auf der firmeneigenen Drei-Chip-3LCD-Technologie basieren. Zu den Funktionen gehören Full-HD-Auflösung, 4K-Enhancement und vereinfachtes kabelloses Casting. Remi Del Mar, Group Product Manager bei Epson America, merkte an, dass Nutzer zunehmend große, hochwertige Bilder ohne komplexe Einrichtung erwarten, und die neue Reihe sei genau darauf ausgelegt, dies bei gleichzeitig reduzierter Umweltbelastung zu liefern.

Der Konsolidierungstrend ist ebenso ausgeprägt. Das britische ProAV-Unternehmen IUF hat den AV-Integrator Project Audio Visual im Rahmen einer Pre-Pack-Administration übernommen und in eine neu gegründete Abteilung namens IUF Workplaces eingegliedert. Der Deal schützt die Kontinuität der Kunden von PAV und verschafft ihm gleichzeitig Zugang zu IUF's internationaler Reichweite und Managed Services. CEO Josh Bunce bezeichnete die Übernahme als einen Quantensprung in der Fähigkeit des Unternehmens, nahtlose digitale Lösungen in Workplace-Projekten zu liefern. Der Schritt folgt auf die Eröffnung eines Hamburger Büros von IUF im Februar 2026, was seine europäischen Expansionsambitionen unterstreicht.

Inzwischen hat Zetadisplay das in Berlin ansässige Unternehmen Retailmediatools übernommen, eine Retail-Media-SaaS-Infrastrukturplattform. Die Übernahme – die dritte des schwedischen Systemintegrators im DACH-Raum – stärkt Zetadisplay's Position als Full-Service-Anbieter, der sowohl Digital Signage als auch Retail Media abdeckt. Retail Media hat sich zu einem kritischen Wachstumsmotor für die Signage-Branche entwickelt, und der Deal signalisiert, dass Integratoren den Besitz von Plattformen als entscheidend für die Erschließung dieses Werts ansehen.

Zusammengenommen zeichnen diese Entwicklungen das Bild einer Branche in Bewegung. Neue Marktteilnehmer aus China zwingen die etablierten Anbieter, ihr Spiel bei Produktdesign und Wert zu verbessern, während Hardware-Innovationen von Unternehmen wie Epson die Projektion neben Flachbildschirmen relevant halten. Gleichzeitig entsteht durch eine Welle strategischer Übernahmen eine größere, leistungsfähigere Integratorenlandschaft mit der Größe und den Software-Assets, um anspruchsvolle Unternehmens- und Einzelhandelskunden zu bedienen. Die nächsten 12 Monate werden zeigen, welcher dieser Trends die größte Dynamik mit sich bringt.

Nach Materialien von Digital Signage Today, invidis und anderen Branchenquellen